Corona-positiv!?

Bobachtet man die Inernationale Berichterstattung bezüglich der Corona-Pandemie und deren Folgen, drängen sich unweigerlich einige wichtige Fragen auf. So etwa: Was bringt die Zukunft für die ganze Schöpfung?  Oder: Braucht es ein neues menschliches Miteinander nach Corona? Oder gar ein anderes nachhaltiges Wirtschaften? Oder wie ist der geradezu selbstzerstörerische maßlose Individualismus des einzelnen für die gesamte Menschheit nach Corona zu bewerten?

Mit dem jahrzehntelang vom kapitalistischen Westen propagierten hemmungslosen Individualismus, soviel ist sicher, ist diese weltweite Systemkrise nicht bewältigbar.

Es bedarf einer Solidarität der gesamten Weltbevölkerung sowie eines globalen Waffenstillstands, die G20 müssen um diese Systemkrise bewältigen zu können zu einer gemeinsamen Linie finden.

Nach der Krise bedarf es eines zweistelligen Prozentanteils der gesamten weltweiten Wirtschaftsleistung, um die entstandenen wirtschaftlichen Folgen aus dieser Krise für Unternehmen und Arbeitnehmer abzufedern. Entwicklungsländer müssen unterstützt werden, um diese Krise bewältigen zu können, so der UN Generaldirektor Guterres. Man sieht, Corona kann für die gesamte Menschheit, nein für die ganze Schöpfung durchaus eine positive Wendung bringen, wenn man sich die Worte des UN-Generalsekretärs Guterres vor Augen führt und wirklich zu Herzen nimmt.

Es stellt sich nun die Frage, wie die Menschen diese Krise und ihre Folgen bewältigen soll.

Denn die angedachte Strategie, die UN Generalsekretär Guterres durch die Medien publik machte, um Covid19 einzudämmen, braucht in erster Linie eine religiöse Grundhaltung, eine Beziehung zu Gott, die Überzeugung, dass Gott gerecht ist, und einen Glauben an ein Leben nach dem Tod. Denn nur so ist der Mensch in der Lage seinem egozentrischen Wesen Einhalt zu gebieten, um so die so dringende geforderte Solidarität der gesamten Weltbevölkerung zu bewirken und um den Weltfrieden zu sichern.

Oder droht uns sonst der autoritäre Staat?

Aber woher sollen die Menschen eine solche religiöse Grundhaltung nehmen? Wenn Gott aus den Gedanken der Menschen und ihren Seele geradezu mit einer operativen Genauigkeit gezielt entfernt wurde und an dessen Stelle Geld und Wachstum (Materialismus) gesetzt wurde. Das wird mit absoluter Gewissheit eine noch nie dagewesene Herausforderung werden! Aber gut.

Was bedeutet die Corona-Krise für die sog. Entwicklungsländer.

Also für uns Muslime – bekanntlich lebt ja die Mehrheit der Muslime in Zweit- und Drittwelt Ländern – wie sieht es für uns aus? Kann man als praktizierender Muslim sich auf die oben angeführten Maßnahmen und Strategien der westlich kapitalistischen Länder verlassen, das man uns in Zukunft besser behandelt? Wie waren unsere Erfahrungen in der Vergangenheit und was bedeutet „(Corona)-positiv“ für unsere Zukunft?

Zuerst ein Blick in die Vergangenheit:

Palästina: was aus Palästina und mit den Palästinensern geworden ist, ist schlichtweg ein niederträchtiges Verbrechen, das von der UNO und der Westlichen Welt ohne Wenn und Aber mitgetragen wird. Wenn sich Palästinenser ihrer Haut zu wehren versuchten und es zur Konfrontation mit dem Besatzer Israel kam, wurden prinzipiell die Palästinenser vor allem von den westlich kapitalistischen Ländern, allen voran den USA, dicht gefolgt von Europa als das ursächliche Problem ausgemacht. Dadurch wurde die palästinensische Bevölkerung zu einem Leben ohne Heimat in Elend und Verzweiflung genötigt. Allgemein bezeichnet man so eine Vorgangsweise als Unterdrückung und Unterdrücker sind Despoten, die sich des Werkzeugs der Unterdrückung bedienen, um an ihr Ziel zu gelangen. Worauf können die Palästinenser hoffen außer auf Gott, und dass, wenn sie dieses Leben hinter sich lassen das das nächste Leben für sie ein besseres Leben wird, wenn sie der Unterdrückung standhalten, weil Gott gerecht ist und er die Unterdrückten unterstützt und die Despoten erniedrigt. Erinnern wir uns, wie das war und auseinander klaffte: die offizielle Linie und die Hoffnung des Palästinensischen Widerstands.

Jemen: man sieht im Grunde die selbe offizielle Linie und die Hoffnung des jemenitischen Widerstands mit der Hilfe Gottes die Unterdrückung des von den USA und Europa unterstützten Despoten Mohammed bin Salman(MBS) loszuwerden.

Das selbe gilt für Syrien: Wieder bediente und bedient sich die westlich kapitalistische Welt angeführt von den USA und flankiert von Europa und einigen arabischen Despoten des Instruments der Unterdrückung – sie sanktionieren die legitime Regierung Syriens und unterstützen marodierende Terroristen und Halsabschneider. Sie stürzen dadurch die syrische Bevölkerung in Elend und Not, bloß weil die westliche Arroganz der Auffassung ist, dass diese Zentren des gerechten Widerstands beseitigt müssen werden, damit ihre Macht- und Einflusssphären ausgeweitet werden und dem hemmungslosen Individualismus kein Abbruch getan wird, denn wie jeder weiß, basiert der Wohlstand der sogenannten westlichen Welt auf Ausbeutung der Entwicklungsländer.

Da nun die Speerspitze dieses gerechten Widerstands der Iran ist, hat man es auf ihn besonders abgesehen. Die Tatsache, dass Herr Ghassem Soleimani durch einen terroristischen Akt seitens USA ermordet wurde, der Umstand, dass der selbige maßgeblich dafür verantwortlich war, den Terrorismus des IS im Nahen und Mittleren Osten in die Knie zu zwingen, konnte die Europäer nicht dazu bewegen, diese terroristische US Aggression zu verurteilen. Im Gegenteil, es wurde sogar um Worthülsen gefeilscht, ob  er nun ermordet wurde oder ob es sich um eine Tötung handelte, worauf nun auf Nachhaken eines Journalisten die Antwort von einer deutschen Politikerin kam, es habe sich um eine Tötung von Seiten der US Administration gehandelt, es sei keine Ermordung gewesen, man habe sich versprochen.

Wenn man sich so wie Europa bedingungslos an die Seite von Despoten und Unterdrückern stellt, ist es kaum vorstellbar, dass die Herausforderung von covid-19 für die gesamte Menschheit in gerechter und zufriedenstellender Weise bewältigbar ist.

Was sich für Muslime mit „(Corona)-positiv“ verändert hat und hoffen lässt, ist dass es Verursachern von Unterdrückung in den Entwicklungsländern nicht mehr gestattet ist, Elend und Not ausschließlich aus der Ferne zu beobachten. Auch  die sogenannten Wohlstandsgesellschaften werden durch covid-19 mit Kummer, Sorgen und Verlusten konfrontiert – sie müssen erkennen, dass sie trotz der Macht die sie zu unrecht an sich rissen, deswegen nicht unangreifbar und verletzlich sind. Vielleicht erweicht dieses Zeichen Gottes ihre harten Herzen und sie besitzen Verstand und gedenken dessen, was auch in ihren Büchern steht.

Quran 51/37: „Und ein weiteres Zeichen war in Moses, als wir ihn zu Pharao mit offenkundiger Beweismacht sandten.“ Quran51/38: „Da drehte er sich im Gefühl seiner Stärke um und sprach: Dies ist ein Zauberer oder ein Wahnsinniger.“ 51/39: „So fassten wir ihn und seine Heerscharen und warfen sie ins Meer; und er ist zu tadeln.“

Besinnen sich die Menschen ihres Schöpfers und gehorchen seinem Gesandten, gibt es Hoffnung auf das Wunder einer Solidarität der gesamten Weltbevölkerung sowie eines globalen Waffenstillstands. Wie gesagt: Das wird aber mit absoluter Gewissheit eine noch nie dagewesene Herausforderung werden!

Ansonsten gilt. Jeder muss sich für sein Tun in dieser Welt vor seinem Herrn und Schöpfer verantworten, und die gute Tat und das sich aufrichtige Abmühen auf dem Wege Gottes ist der wahrhafte Gewinn.

Qur‘an Sura Al-Asr (Der Nachmittag)

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Beim Nachmittag!(1)

Die Menschen sind wahrhaftig im Verlust(2);

außer diejenigen, die glauben und tun, was recht ist, und sich gegenseitig die Wahrheit ans Herz legen und sich gegenseitig zur Ausdauer anhalten(3)“